Leseabend: Wie sich in der Familie Perspektiven verändern können

Sie wollte gerne anonym bleiben. Zumindest im Netz. Das haben wir respektiert. Dennoch hat sie sich live und in Farbe zu einem Diskussionsabend bereiterklärt. Denn viele Menschen haben auf ihren Beitrag reagiert – ein trauriger Beitrag über den Autounfall ihres Bruders, der seitdem im Wachkoma ist. Allein zu diesem Thema kann man schon einen ganzen Abend reden. Wie eine Familie damit umgeht, wie man mit einem Menschen im Wachkoma umgeht, dass in diesem Fall eine Kontaktaufnahme dann doch möglich ist und wie man mit den eigenen (Kontroll-)ängsten konfrontiert wird, wenn man sich vorstellt, über den eigenen Körper keinerlei willentliche Kontrolle mehr zu haben. Und das war zunächst auch ein ausgiebiger Teil des Gesprächs zwischen den vier Gästen und der Rednerin, nennen wir sie heute Gabriele.

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Gesund leben – unabhängig vom Gewicht

Übergewicht wird in unserer Gesellschaft automatisch mit ungesund gleichgesetzt. Das zusätzliche Gewicht wird verantwortlich für viele Krankheiten  und eine geringere Lebenserwartung gemacht. In der Folge verbringen viele, viele Menschen ihr Leben damit, das eigene Gewicht unter Kontrolle zu halten, zu verringern und zu bekämpfen. Denn nur so können wir lange leben.

Ist das wirklich so? Stimmen diese Aussagen oder sitzen wir hier einem Mainstream auf, der sich durch ernstzunehmende wissenschaftliche Untersuchungen nicht bestätigen lässt? Ernstzunehmend, weil Studien mit einer ausreichend großen Gruppe und Kontrollgruppe durchgeführt wurden. Über einen längeren Zeitraum. Und nicht finanziert durch Interessen- und Wirtschaftsgruppen, die bereits im Vorfeld wissen, an was sie verdienen und was für uns gut ist: Die Gewichtsreduktion.

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Übergewichtig im Rollstuhl

Gisela hat mich schon vor einiger Zeit gebeten, über meine Situation zu schreiben. Aber es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich mich tatsächlich an meinen Rechner gesetzt habe. Denn was soll ich schreiben? Ich bin übergewichtig, das war ich auch vor meinem Autounfall. Seit diesem Unfall vor drei Jahren sitze ich nun auch noch im Rollstuhl und habe seitdem auch einiges an Gewicht zugenommen. Ein schlimmes Schicksal? Ja und nein. Ich hätte auch tot sein können.

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Behindert und Übergewichtig – da gibt es einen Unterschied

Ich bin eine hörbehinderte, schöne, schlanke Frau. Und ich war immer stolz, dass ich meinen Körper „im Griff“ habe. Meine Hörbehinderung ist angeboren, mit diesem Schicksal habe ich mich abgefunden. Um nicht zu sagen, ich kenne es ja auch gar nicht anders. Und jenseits aller Behandlungsmethoden glaube ich nicht wirklich, dass die Forschung in meinem Leben soweit kommen wird, dass ich irgendwann richtig gut hören kann. Und ich will jetzt hier auch gar nicht über die Einschränkungen im Leben eines hörbehinderten Menschen sprechen. Keine Frage, es gibt sie. Aber ich bin ehrgeizig und möchte möglichst gut an diesem Leben teilhaben. Also versuche ich alles was geht, um mir eine halbwegs gute Teilhabe am Leben zu ermöglichen. Und das gelingt mir mal mehr und mal weniger.

Wenn ich ehrlich bin, habe ich immer sehr abschätzig auf übergewichtige Menschen geschaut, weil sie ihren Körper nicht im Griff haben.

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Bodysfaction – Körperzufriedenheit für Frauen – Teil 2

Fortsetzung des Beitrags von Andrea Bachmann_DSC3215a

Willst du einen ersten Schritt in Richtung Körperzufriedenheit zu wagen?

Dann kannst du dir drei einfache Fragen stellen:

 1) „Ich mag meinen Körper so, wie er jetzt ist.“

Wieviele Punkte von 0 (überhauptgarnicht) bis 10 (totalsupergerne) bekommt diese Aussage?

2) Was brauche ich, um mich in meinem Körper wohl und zufrieden zu fühlen?

 

3) Was bringt mir Körperzufriedenheit? Oder: Was würde sich ändern, wenn ich mit meinem Körper zufrieden wäre?

 

Nimm ein Blatt Papier oder dein Tagebuch und schreib einfach drauf los, ohne Zensur.

Wenn du fertig geschrieben hast, lies hier weiter:

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Bodysfaction – Körperzufriedenheit für Frauen – Teil 1

andrea_1401ein Beitrag von Andrea Bachmann

Man sagt, aller Anfang sei schwer.

Was passiert, wenn ich mich dafür entscheide, den Anfang leichtzunehmen?

Wenn ich heute in den Spiegel schaue, sehe ich eine schöne, selbstbewusste Frau. Ich sehe einen kurvigen Körper, strahlende Augen mit Lachfalten und einen Blick, der fragt: Na, Schöne, was machen wir heute?

Wenn ich heute meine Küche betrete, rieche ich leckeres Essen. Meine Küche ist ein sinnlicher Platz, wo gekocht und gegessen wird, frei von jeglichen Verboten.

Wenn ich heute vor meinem Kleiderschrank stehe, frage ich mich manchmal immer noch, was ich heute anziehen soll. Aber nicht, weil ich nichts hätte, sondern weil ich mich nicht zwischen all den tollen Sachen entscheiden kann, die darin wohnen.

Wenn mich heute jemand fragt, ob ich zu- oder abgenommen habe, antworte ich: Ich bin heute so, wie ich heute bin, und morgen so, wie ich morgen bin. Und das ist genau richtig. Das ist Körperzufriedenheit. Mehr noch: Das ist Selbstakzeptanz, Selbstliebe vielleicht sogar. Genau darum geht es hier.

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Körperzufriedenheit – ein Recht für jeden Menschen

von Gisela Enders

Ich bin in den letzten Tagen viel nach unserem neuen Projekt „Du bist gut so, wie Du bist!“ gefragt worden. Und da ich es vor einigen Monaten für einen Projektantrag bei der Aktion Mensch entwickelt habe, möchte ich meine Gedanken gerne hier wiedergeben. Die Vorgabe der Aktion Mensch in ihrem Programm „Noch viel vor“ ist die Verständigung von Menschen mit und ohne Behinderung. Nun habe ich überlegt, zu welchem Thema könnten sich behinderte und dicke Menschen auseinandersetzen. Zu ihrem Körper. Und der Frage, wie es gelingen kann, diesen mit allen seinen Einschränkungen zu lieben und mit ihm und dem was er kann, ein zufriedenes Leben zu leben.

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