Leseabend: Wie sich in der Familie Perspektiven verändern können

Sie wollte gerne anonym bleiben. Zumindest im Netz. Das haben wir respektiert. Dennoch hat sie sich live und in Farbe zu einem Diskussionsabend bereiterklärt. Denn viele Menschen haben auf ihren Beitrag reagiert – ein trauriger Beitrag über den Autounfall ihres Bruders, der seitdem im Wachkoma ist. Allein zu diesem Thema kann man schon einen ganzen Abend reden. Wie eine Familie damit umgeht, wie man mit einem Menschen im Wachkoma umgeht, dass in diesem Fall eine Kontaktaufnahme dann doch möglich ist und wie man mit den eigenen (Kontroll-)ängsten konfrontiert wird, wenn man sich vorstellt, über den eigenen Körper keinerlei willentliche Kontrolle mehr zu haben. Und das war zunächst auch ein ausgiebiger Teil des Gesprächs zwischen den vier Gästen und der Rednerin, nennen wir sie heute Gabriele.

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Gesund leben – unabhängig vom Gewicht

Übergewicht wird in unserer Gesellschaft automatisch mit ungesund gleichgesetzt. Das zusätzliche Gewicht wird verantwortlich für viele Krankheiten  und eine geringere Lebenserwartung gemacht. In der Folge verbringen viele, viele Menschen ihr Leben damit, das eigene Gewicht unter Kontrolle zu halten, zu verringern und zu bekämpfen. Denn nur so können wir lange leben.

Ist das wirklich so? Stimmen diese Aussagen oder sitzen wir hier einem Mainstream auf, der sich durch ernstzunehmende wissenschaftliche Untersuchungen nicht bestätigen lässt? Ernstzunehmend, weil Studien mit einer ausreichend großen Gruppe und Kontrollgruppe durchgeführt wurden. Über einen längeren Zeitraum. Und nicht finanziert durch Interessen- und Wirtschaftsgruppen, die bereits im Vorfeld wissen, an was sie verdienen und was für uns gut ist: Die Gewichtsreduktion.

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Dick, lesbisch und sehbehindert – Diskriminierung kommt leider überall vor

Innerhalb der Bewegung von dicken Menschen wird oft postuliert, dies sei die letzte Gruppe, die man hemmungslos diskriminieren könne. Sie habe keine Lobby und niemand fände es dramatisch, wenn dicke Menschen als faul oder unkontrolliert stigmatisiert werden. Ich möchte da einen kleinen Kontrapunkt setzen. Nicht, dass ich sagen will, dass dies nicht der Fall ist. Sondern das diese Ausschließlichkeit ein Anspruch ist, der sich aus der Perspektive dicker Menschen so ergeben kann, der sich aber aus anderen Perspektiven anders darstellt. Ich bin gleich in mehreren Randgruppen zuhause.

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Übergewichtig im Rollstuhl

Gisela hat mich schon vor einiger Zeit gebeten, über meine Situation zu schreiben. Aber es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich mich tatsächlich an meinen Rechner gesetzt habe. Denn was soll ich schreiben? Ich bin übergewichtig, das war ich auch vor meinem Autounfall. Seit diesem Unfall vor drei Jahren sitze ich nun auch noch im Rollstuhl und habe seitdem auch einiges an Gewicht zugenommen. Ein schlimmes Schicksal? Ja und nein. Ich hätte auch tot sein können.

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Sollten dicke Menschen einen Behindertenausweis beantragen dürfen?

Ein Bericht von Monika MannBody&Peace Workshop 2012 Berlin

Dies war die Frage einer Diskussionsrunde, die Dicke e.V. am 18.2.2015 in Berlin durchgeführt hat. Auslöser für die Diskussion war ein Text, der dieseMöglichkeit forderte – zum einen, um sich als dicke Menschen auch besser gegen Diskriminierungen wehren zu können, zum anderen schlicht um das Leben leichter zu machen.  Dieser Text wurde von Gisela – die beim Workshop im November am Text mitgearbeitet hatte – vorgelesen und in Ansätzen die Diskussion dazu wiedergegeben. Sie berichtete auch von weiteren Informationen, die während des Workshops nicht vorhanden waren, wie beispielsweise die Unterteilung in verschiedenen Behindertenklassen und die dabei relativ schwere Prüfung, einen Behindertenausweis wg. Gehbehinderung ausgestellt zu bekommen. Sie stellte auch nochmal die Ursprungsfragestellung vor:  Wie können sich dicke Menschen vor Diskriminierung schützen? Müssen sie so dick werden (und Folgeerkrankungen nachweisen), damit sie als behindert anerkannt werden? Die Frage ist provokant gemeint.

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Bodysfaction – Körperzufriedenheit für Frauen – Teil 2

Fortsetzung des Beitrags von Andrea Bachmann_DSC3215a

Willst du einen ersten Schritt in Richtung Körperzufriedenheit zu wagen?

Dann kannst du dir drei einfache Fragen stellen:

 1) „Ich mag meinen Körper so, wie er jetzt ist.“

Wieviele Punkte von 0 (überhauptgarnicht) bis 10 (totalsupergerne) bekommt diese Aussage?

2) Was brauche ich, um mich in meinem Körper wohl und zufrieden zu fühlen?

 

3) Was bringt mir Körperzufriedenheit? Oder: Was würde sich ändern, wenn ich mit meinem Körper zufrieden wäre?

 

Nimm ein Blatt Papier oder dein Tagebuch und schreib einfach drauf los, ohne Zensur.

Wenn du fertig geschrieben hast, lies hier weiter:

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Bodysfaction – Körperzufriedenheit für Frauen – Teil 1

andrea_1401ein Beitrag von Andrea Bachmann

Man sagt, aller Anfang sei schwer.

Was passiert, wenn ich mich dafür entscheide, den Anfang leichtzunehmen?

Wenn ich heute in den Spiegel schaue, sehe ich eine schöne, selbstbewusste Frau. Ich sehe einen kurvigen Körper, strahlende Augen mit Lachfalten und einen Blick, der fragt: Na, Schöne, was machen wir heute?

Wenn ich heute meine Küche betrete, rieche ich leckeres Essen. Meine Küche ist ein sinnlicher Platz, wo gekocht und gegessen wird, frei von jeglichen Verboten.

Wenn ich heute vor meinem Kleiderschrank stehe, frage ich mich manchmal immer noch, was ich heute anziehen soll. Aber nicht, weil ich nichts hätte, sondern weil ich mich nicht zwischen all den tollen Sachen entscheiden kann, die darin wohnen.

Wenn mich heute jemand fragt, ob ich zu- oder abgenommen habe, antworte ich: Ich bin heute so, wie ich heute bin, und morgen so, wie ich morgen bin. Und das ist genau richtig. Das ist Körperzufriedenheit. Mehr noch: Das ist Selbstakzeptanz, Selbstliebe vielleicht sogar. Genau darum geht es hier.

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