Bodysfaction – Körperzufriedenheit für Frauen – Teil 2

Fortsetzung des Beitrags von Andrea Bachmann_DSC3215a

Willst du einen ersten Schritt in Richtung Körperzufriedenheit zu wagen?

Dann kannst du dir drei einfache Fragen stellen:

 1) „Ich mag meinen Körper so, wie er jetzt ist.“

Wieviele Punkte von 0 (überhauptgarnicht) bis 10 (totalsupergerne) bekommt diese Aussage?

2) Was brauche ich, um mich in meinem Körper wohl und zufrieden zu fühlen?

 

3) Was bringt mir Körperzufriedenheit? Oder: Was würde sich ändern, wenn ich mit meinem Körper zufrieden wäre?

 

Nimm ein Blatt Papier oder dein Tagebuch und schreib einfach drauf los, ohne Zensur.

Wenn du fertig geschrieben hast, lies hier weiter:

Meine Antworten

Die Aussage „Ich mag meinen Körper so, wie er jetzt ist“ bekommt neun von zehn Punkten. Momentan bin ich schwanger und mich plagen ein paar lästige Begleiterscheinungen. Sodbrennen und nächtliche Hüftschmerzen sind einfach nicht so toll, wenn ich mich vor der Geburt nochmal so richtig ausschlafen und erholen will.

Davon einmal abgesehen betrachte ich meinen wachsenden Bauch und das Babygestrampel darin mit grossem Staunen. Ich bin total begeistert, was mein Körper alles kann und finde es unglaublich, dass darin ein komplett neuer, perfekter Mensch entsteht. Was für ein Wunder!

Was brauche ich, um mich in meinem Körper wohl und zufrieden zu fühlen?

Mich auf die natürlichen Rhythmen meines Körpers einlassen zu können trägt enorm zu meiner Körperzufriedenheit bei. Es bedeutet, dass ich liebevoll für meinen Körper sorge, indem ich auf seine Signale höre. Dazu gehören genussvolles Essen und genug trinken und schlafen ebenso wie regelmässige Pausen und die Möglichkeit, mir meine Arbeitszeit selbst einteilen zu können.

Ganz wichtig ist mir mein täglicher Spaziergang in der Natur. Dabei lüfte ich meinen Kopf aus und bringe meinen Körper und meine Gedanken in Fluss.

Ich liebe es, schöne Kleider anzuziehen, in denen ich mich wohl fühle und die gut aussehen. Mich im Spiegel zu mögen war ein langer Weg. Wenn ich mir heute daraus entgegenlache, finde ich es einfach toll – auch jetzt, mit Bauch und in Umstandsmode.

Meine engsten Beziehungen sind auch sehr wichtig für mein Wohlbefinden: Gespräche mit lieben Freundinnen, spielen mit meiner kleinen Nichte, der anregende Austausch mit Arbeitskolleginnen und anderen wichtigen Menschen in meinem Leben. Und natürlich finde ich es wundervoll, einen Partner zu haben, der mich so liebt, wie ich bin. Körperliche Erfahrungen wie Sex und Zärtlichkeit tun mir gut. Nähe und Geborgenheit zu spüren macht mich glücklich wie ein schnurrendes Kätzchen.

Meinen Körper tanzend zu erleben trägt auch viel zu meinem Wohlbefinden bei. Ich fühle mich lebendig, beweglich und voller Lebenskraft.

Ich geniesse es sehr, Komplimente zu bekommen. Das ist Balsam für mein Ego und tut einfach nur gut.

Meinen weiblichen Zyklus ohne hormonelle Verhütung kennen und schätzen zu lernen hat mir sehr dabei geholfen, auf meinen Körper zu hören, statt gegen ihn zu kämpfen.

Körperzufriedenheit bedeutet, dass ich mir selbst die beste Freundin bin. Dass ich mich gern habe, auch wenn – oder gerade weil – ich nicht perfekt bin.
Was bringt mir Körperzufriedenheit?

  • mehr Gelassenheit: Ich habe endlich Ruhe vor meinem inneren Kritiker, der ständig findet: Du bist zu dick!
  • mehr Selbstbewusstsein: Ich spüre besser, was in meinem Körper abläuft, und höre besser und schneller auf seine Bedürfnisse. Das reduziert Stress und bewahrt mich vor Überanstrengung und Krankheiten.
  • mehr Selbstvertrauen: Ich traue mir mehr zu, weil ich zu mir selbst stehe. Wenn ich mich gut finde, warum sollten andere das nicht auch tun?
  • mehr Spass an Mode: Kleider werden für Körper gemacht und nicht umgekehrt. Ich habe weniger Kleider, dafür nur noch solche, die mir passen. Und was nicht passt, wird passend gemacht, schliesslich gibt es Nähmaschinen und tolle Schneiderinnen!
  • mehr Energie und mehr Zeit: Seit ich die körperkritische Stimme in meinem Kopf bewusst abgestellt habe, sprühe ich vor Energie und nehme mir Zeit für die wirklich wichtigen Dinge in meinem Leben.

 

Zum Schluss

Meine Arbeit bringt mich mit vielen unterschiedlichen Frauen in Kontakt. Dabei wird mir immer wieder klar, dass Körperzufriedenheit ein sehr persönliches Thema ist, das oft mit lebenslangen Kämpfen, tragischen Geschichten und mit sehr viel Druck von aussen wie von innen verknüpft ist. Offen über die Herausforderungen rund um die eigene Körper(un)zufriedenheit zu sprechen bleibt daher eine grosse Hürde für viele Frauen. Darunter liegt meiner Meinung nach eine tiefe Verunsicherung, die immer in einem Mangel an Selbstwert und Selbstbewusstsein wurzelt. In diesen Bereichen gibt es – trotz der Emanzipation – weiterhin viel zu tun und zu lernen, für jede von uns.

Ich wünsche mir sehr, dass Frauen untereinander immer öfter die Giftpfeile im Köcher lassen und erkennen, dass gegenseitige Unterstützung und Stärkung uns viel weiter bringt, als wir uns je zu träumen wagen. – Wie gesagt, ein wenig Grössenwahn kann uns nicht schaden, Ladies!

Und natürlich freue ich mich über jeden Kontakt per mail und deinen Besuch auf meiner Website.

Herzlich,

Andrea Bachmann

 

http://www.bodysfaction.ch

kontakt@bodysfaction.ch

facebook: http://www.facebook.com/bodysfaction

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